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"Anarchy of Sound" hat im Jahr 2009 als Online-Radio-Projekt für den Subkulturbereicht, speziell Punk, angefangen. Um das Radioprojekt zu finanzieren, habe ich mit dem Verkauf von Tonträgern und Button begonnen und 2011 wurde der erste kleine Shop eröffnet. 2014 wurde durch Mitglieder der Band Exkrement Beton angefragt, ob man sich nicht am nächsten Album beteiligen möchte. Kurzentschlossen wurde so im Oktober 2014 das Label "Anarchy of Sound Records" gegründet und die CD "Eine Kleine Scheisse"  der Jungs heraus gebracht. Im Zuge dessen, wurde auch gleich mal dem Online Shop ein Name gegeben und schon war "Anarchy of Sound - der Kramladen" geboren. 2016 habe ich mich entschlossen die musikalischen Ergüsse von zwei weiteren Bands (Vorsicht Stufe & Lucky Punch) zu veröffentlichen. Diesmal aber nicht nur auf CD sondern auch auf Vinyl. Dieses geschah dann Ende 2016 bis Mitte 2017. Und kaum waren die beiden Sachen draußen, war ich nicht untätig, sondern habe mit der Planung für ein weiteres Vinyl von Exkrement Beton,  welches Anfang 2018 erscheinen wird begonnen. Und damit die Zeit bis dahin nicht zu lange wird, wurde im Oktober 2017 die Kompilation "Komplett im Arsch" von Exkrement Beton als CD veröffentlicht. Da aber die Zeit für das Online Radio immer mehr gegen 0 lief, habe ich mich entschlossen, dieses zum Ende des Jahres 2017 zu schließen und die Einnahmen des Shops lieber in neue Produktionen zu stecken.

 

Dies sollte nur mal ein kleiner Einblick in die Entstehung von Anarchy of Sound sein und nun könnt ihr kaufen was das Zeug hält, damit die nächsten Sachen finanziert werden können.

Hier auf unserem Blog, informieren wir Euch über unsere Veröffentlichungen, die es seit Bestehen von Anarchy of Sound Records so gab.

 

 

 

 


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Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco


 

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Exkrement Beton / AsselTerror - Rattendisco

Format: CD, LP, Album
Katalognummer: AOS-007a, AOS-007b
EAN: 0761847014017
Genre: Punk
Veröffentlicht: 11.01.2020
Stückzahl: 327 (Vinyl), 1000 (CD)


Tracklist:

A1.  Exkrement Beton - Hau ab
A2.  Exkrement Beton - Keine Therapie
A3.  Exkrement Beton - Sag mal wirklich
A4.  Exkrement Beton - Königskinder
A5.  Exkrement Beton - Nie wieder Alkohol
A6.  Exkrement Beton - Arschlecken
B1.  AsselTerror - Seelenfänger
B2.  AsselTerror - Der Trinker
B3.  AsselTerror - Punkrock Ausverkauf
B4.  AsselTerror - Rattenschiff
B5.  AsselTerror - Geldgeiles Schwein
B6.  AsselTerror - Trinkerlied


Brandenburg-Punk vs. Sachsen-Punk oder ebend Rattendisco, so kann man die neue 12 Song-Split-Scheibe auf Anarchy of Sound Records kurz zusammenfassen. Rotziger Anti-PC-Pogo-Punkrock von Exkrement Beton trifft auf rohen aggressiven Kellerpunk von AsselTerror. Das ganze kommt auf 327 Stück limitiertem Vinyl in je 109 Stück Tranparent Gelb, 105 Stück Transparent Purple, 103 Stück Splatter und 10 Testpressungen in Schwarz mit beigelegter CD Version in der Kartonstecktasche.

 

 

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Dat is Punk dat raffste nie! Vol.I

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Dat is Punk dat raffste nie!
 
Dat is Punk dat raffste nie!

Format: Download Sampler
Katalognummer: AOS-006c
EAN: 4061707095672
Genre: Punk
Veröffentlicht: 31.12.2018
Stückzahl: unbegrenzt
reiner Download-Sampler


Tracklist:

01.  Knüppelrosi - Punk (Das reudige Manifest)
02.  Exkrement Beton - Ich Lache
03.  Rotlaut - Böses Mädchen
04.  L.A.K - Tellerrand
05.  Siegfried & Räudig - Hopfeneuphorie
06.  Nicht´s - Sklave der Arbeit
07.  Kratzreiz - Der letzte Assi auf der Welt
08.  Dr. Tentorkel - Stimmen der Nacht
09.  Vorsicht Stufe - Skins & Punks
10.  Kaiserschmoarn - Russisches Roulette
11.  Exat - Folge dem Wind
12.  Die Phils - Turnbeutel und Muttiheft
13.  Lucky Punch - Dreck und Scheiße
14.  Löwenzahnangst - Schottpunk statt Elektrokunst
15.  Der grüne Heinrich - Du
16.  Nullpunkt - Zeit der Sieger
17.  Dashcoigne - Suchen und retten
18.  Hell van Sing - Klappstuhl (Punk Version)
19.  Ein Gutes Pferd - Fratze
20.  Frau Mansmann - Party ist Krieg ist Party
21.  Neotox - Weltzeituhr
22.  Lucky Punch - Ohne Bier, ohne mir
23.  Punkrock Allstars - Punk und Polizei
24.  Scabies - Lass Sie Reden
25.  Painwords - Eigener Weg
26.  Death By Synth - Fresse halten
27.  Vorsicht Stufe - Wir
28.  Meggi - Zug
29.  Alconauts - Weltraumparty
30.  Dashcoigne - Straßenköter
31.  Exkrement Beton - Edeltraut


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coming soon

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Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant

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Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant
 
Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant

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Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant

Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant

Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant

Exkrement Beton - Schön, Stur, Arrogant

Format: LP, Album
Katalognummer: AOS-005b
EAN: 0660042961525
Genre: Punk
Veröffentlicht: 07.04.2018
Stückzahl: 205
Vinyl: 5x Schwarz Testpressung, 100x Schwarz, 50x Splatter, 50x Splatter im Siebdruckcover, Handnummeriert


Tracklist:

A1.  Schreib an
A2.  Lass deinen Ärger raus
A3.  No Money
A4.  Schön, Stur, Arrogant
A5.  Ficken
A6.  Unbeliebt
A7.  Häuserkampf
A8.  Hässliches Kind
B1.  Alkohol heilt alle Wunden
B2.  Ich schau in deine Augen
B3.  Brandenburg
B4.  Ich hasse Menschen
B5.  Killernieteniro
B6.  Bierkneipe
B7.  Edeltraut


Das im Jahr 2010 auf Plastic Bomb Records erschienene CD-Album von Exkrement Beton nun endlich auf Vinyl. Der Unterschied zur CD Version liegt im Bonus, welcher auf der CD noch aus der EP "Jetzt wird's schmutzig" bestand und auf dem Vinyl nun durch 4 andere Songs ersetzt wurde. Das ganze ist Handnummeriert und Limitiert auf 205 Stück davon 150 Stück im Normalcover, 50 Stück im Siebdruckcover in der Baumwollbeuteltrageeinheit und 5 Testpressungen. Allen Platten liegt je nach Version ein A3 oder A2 Poster bei und bei der Nummerierung 101 bis 150 und den Siebdruckcovern auch noch ein Siebdruckpatch. Die Siebdruckversion kommt zusätzlich noch mit der Original CD von 2010.


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Schreib An
Lass Deinen Ärger Raus
No Money
Schön, Stur, Arrogant
Ficken
Unbeliebt
Häuserkampf
Hässliches Kind
Alkohol Heilt Alle Wunden
Ich Schau In Deine Augen
Brandenburg
Ich hasse Menschen
Killernieteniro
Bierkneipe
Edeltraut

 

 


 


 

 

 

Review

 

für die Vinylversion gibt es keine, daher hier an dieser Stelle die Reviews zur CD-Version

 
OX-Fanzine

"No money", "Alkohol heilt alle Wunden" oder "Ficken", so heißen die Songs aus dem Repertoire der netten Jungs von EXKREMENT BETON. Wenn hier einer nicht versteht, in welche Richtung sich das hier musikalisch bewegt, dann ist demjenigen wohl nicht mehr zu helfen.
Denn ganz klar, hier geht es um hochbrisante Themen, die jedeN PunkerIn bewegen und ein reines Grundbedürfnis darstellen. In den insgesamt 16 Titeln stehen nur drei Dinge im Mittelpunkt: Spaß, Saufen und Ficken! Verpackt wird das Ganze in teilweise bekannte Melodien und teils auch schroffem Stückwerk.
Gepaart mit etwas Witz, aber wenig Charme. Die sagenumwobene Latte darf man bei EXKREMENT BETON nicht so hoch anlegen, aber wer sie gar nicht erst anlegt, bekommt auch keine Probleme.

 

Juni/Juli 2010 By Sven Grumbach

 
Moloko-Plus

Aus Brandenburg kommt die Combo und geboten wird ziemlich schräger (Oi-) Punk mit derber Wortwahl und Mut zu schrägen Texten. Ich denke mal, das wird ein ziemlich polarisierendes Ding mit der Band, weil die Art von Humor definitiv nicht überall ankommt. Das Ganze klingt, grob eingeordnet, wie eine harte Oi Version der Kassierer in ihren Anfangstagen. Da das Label ein paar Songs ihrer ersten 7" mit auf die CD (insgesamt gibt es 16 Songs auf die Ohren - in unterschiedlicher Aufnahmequalität) gepackt hat, bekommt man auf jeden Fall einen ganz guten Überblick über die Entwicklung von Exkrement Beton von der Gründung 2001 bis heute ... ach ja, ein Schleimkeim Cover gibt es auch. Ich persönlich finde das ganze extrem spaßig und werde auch in Zukunft mal ein Auge in Richtung Brandenburg werfen ... bin mal gespannt, ob, und falls ja, was da in Zukunft noch kommt.
 

Februar 2011 By Dr. Seltsam

 
Pogoradio

Haha, geil! Exkrement Beton kommen super an! Endlich passt das Prädikat Deutschpunk mal wieder wie die Faust auf's Auge. Genau so würd' ich die auch beschreiben, Faust auf's Auge. "Ich will einfach nur ficken", eine Textzeile vom Song "Ficken", ist relativ unkompliziert nachzuvollziehen und außerdem ist doch der janze Song von Die Ärzte jeklaut! Also, wer sich mal wieder niveaumäßig etwas locker machen möchte und des Abends ein leichtes Kratzen im Hals verspürt, soll sich doch niveaumäßig einfach etwas locker machen, ein Sternburg öffnen und mit Exkrement Beton auf eine 16-teilige Reise voll promillegetränkter Abenteuer gehen. Schleimkeim meets Becks Pistols, schön assi.
 

März 2011 By dennisdegenerate

 
pissedandproud

Von dieser Band habe ich mir ehrlich gesagt mehr versprochen. Die Platte dümpelt musikalisch langweilig vor sich hin, die Texte sind nichtssagend bis daneben und ich frage mich, worauf die Selbstverliebtheit der Band fußt. Einfachster Midtempo-Punkrock mit rauem Gesang, was ja nicht schlecht sein muss, hier aber so dermaßen durchschnittlich und austauschbar dargebracht wird, dass mir schon beim Schreiben dieser Kritik die Augen zufallen. Ein Lichtblick ist das SCHLEIMKEIM-Cover "Ich schau in deine Augen", der Rest ist wenig memorabel. Und so richtig scheiße ist "Brandenburg", eine Coverversion von STEAMs "Na Na Hey Hey Kiss Him Goodbye". Als CD-Bonus gibt's die "Jetzt wird's schmutzig"-EP, die noch mal schrammeliger, aber dafür charmanter klingt. Nee, da hat Plastic Bomb schon wesentlich interessantere Bands herausgebracht. Im Booklet gibt's Texte und Fotos und die Spielzeit beträgt 40 Minuten bei 15 Songs + Intro.
 

Juni 2010 By Günni


 
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Exkrement Beton - Komplett im Arsch

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Exkrement Beton - Komplett im Arsch
 
Exkrement Beton - Komplett im Arsch

Exkrement Beton - Komplett im Arsch

Exkrement Beton - Komplett im Arsch

Format: CD, Album
Katalognummer: AOS-004a
EAN: 0660042449535
Genre: Punk
Veröffentlicht: 05.10.2017
Stückzahl: 500


Tracklist:

01.  Schönes Mädchen
02.  Die dicke Tina
03.  Unrasiert (und fern der Heimat)
04.  Hässliches Kind
05.  In der Kneipe zur trockenen Kehle
06.  Alkohol
07.  Sag mal wirklich
08.  Alkohol heilt alle Wunden
09.  Ficken
10.  Ich lache
11.  Südlied
12.  Barbara (Live)
13.  Der notgeile Onkel (Live)
14.  Pech
15.  Ich hasse Menschen
16.  Uftata
17.  Killernieteniro
18.  Bierkneipe
19.  Edeltraut
20.  Wölfe im Schafspelz feat. Markus (7erJungs)


Auf diesem Album befinden sich Songs aus verschiedenen Jahren (2003 - 2016), seit dem bestehen von Exkrement Beton. 20 Songs räudiger Punkrock aus der Havelstadt Brandenburg der die niederen Instinkte der Menschlichkeit bedient.


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Schönes Mädchen
Die dicke Tina
Unrasiert (und fern der Heimat)
Hässliches Kind
In der Kneipe zur trockenen Kehle
Alkohol
Sag mal wirklich
Alkohol heilt alle Wunden
Ficken
Ich lache
Südlied
Barbara (Live)
Der notgeile Onkel (Live)
Pech
Ich hasse Menschen
Uftata
Killernieteniro
Bierkneipe
Edeltraut
Wölfe im Schafspelz

 

 


 


 

 

Review

 
Ugly Punk

Seit fast 15 Jahren erfreuen uns EXKREMENT BETON mit ihrem dreckigen Punkrock, der vor allem durch seine primitiven Fäkal-, Sex- und Suff-Texte heraussticht. Keine Peinlichkeit wurde dabei in den letzten Jahren ausgelassen. Nun gibt es mit „Komplett im Arsch“ eine Compilation, auf der verlorene Songs aus den Jahren 2003 bis 2016 auf einer Scheibe zusammengefasst wurden, um die Wartezeit auf das neue Album zu verkürzen.

Und wie sollte es auch anders sein, wird man beim Hören dieser Scheibe mit Songs belohnt, die an die niedrigsten Instinkte appellieren. Selbstverständlich wird der und die ein oder andere diese politisch völlig unkorrekten textlichen Ergüsse als asoziale, dumme Kackscheiße verteufeln. Derjenige oder diejenige hat aber vermutlich von Punkrock nicht besonders viel verstanden. Und wer glaubt, dass das alles auch noch ernst gemeint wäre oder es vielleicht wirklich ernst nimmt, was hier so von sich gegeben wird, sicherlich noch weniger. Natürlich ist es dennoch sexistische Kackscheiße. Aber eben auf eine ironisch-provokante Art und Weise vorgetragen, der ich dennoch etwas abgewinnen kann. Das ist eben rotziger anti-pc-Pogo-Punkrock, der neben den stumpfen Songs aber auch den ein oder anderen ‚anständigen‘ Beitrag im Repertoir hat. Fokus liegt aber, wie man es von EXKREMENT BETON gewohnt ist, auf dem Assel- und Gossen-Punk. Für Szenepolizisten natürlich ein gefundenes Fressen. Aber so ist das halt mit dem Punkrock. Musikalisch finde ich die Scheibe übrigens richtig geil, wenn ich dieses Wort hier mal anbringen darf. Auch, wenn man mal von der ein oder anderen Live-Aufnahme absieht, vom Sound her. Knallt einfach gut rein. Vor allem die neueren Sachen sind echt gut aufgenommen. Zur Auflockerung gibt es ein paar nachgespielte Lieder, wobei sich bei dem Onkelz-Cover von "Ich lieb mich" erneut die Aufpasser der politischen Konformität auskotzen dürften. Allerdings finde ich diesen Beitrag (der einen anderen Text wie das Original bereit hält) auch ziemlich daneben, deshalb habe ich dafür dann auch vollstes Verständnis.

Man bekommt mit dieser Compilation genau das, was man von dieser Band erwartet. Wer mit sowas bisher nix anfangen konnte, sollte besser die Finger von der Scheibe lassen. Ich, der ich mich doch auch als linkspolitischen aber auch nachdenklichen Menschen bezeichne, lasse mich dennoch gerne mal in die Niederungen der Niveaufreiheit herab. Vor allem wenn diese so enthusiastisch vorgetragen wird wie hier. Punkrock, Alter!

 

Mirko 19. Dezember 2017

 
CrazyUnited

Exkrement Beton veröffentlichen auf ihrem Album komplett im Arsch 20 Songs aus den Jahren 2003-2016, darunter auch einige Coversongs. Mit Schönes Mädchen steigt man mit schönem alten Rumpelpunk ein der jedoch gut produziert ist. Textlich könnte der Song auch von den typischen ficken, saufen stumpf oi combos kommen. Auch die Songs "die dicke Tina" und "Unrasiert ( und fern der Heimat )" gefallen vom musikalischen her, die Texte kommen jedoch sehr pubertär rüber. Einer meiner Anspieltipps ist "Hässliches Kind" wo mir der Ska- Einfluss zu Beginn gut gefällt. Weiter geht es mit dem Schleimkeim Cover "in der Kneipe zur trockenen Kehle", was wie die anderen Cover "Barbara von den Lokalmatadoren", "Bierkneipe von Pogoexpress" , "Edeltraut von Klartext Punkrock" gut auf die Platte passt und man sich immer wieder anhören kann. Thematisch geht es im Song "Sag mal wirklich" um das Thema Gewalt gegen Punks/Andersaussehende was textlich wie musikalisch gut umgesetzt ist und daher auch ein Anspieltipp meinerseits ist. Es folgen Alkohol heilt alle Wunden, Ficken, Ich lache, Südlied , bevor es mit einer Liveversion des Lokalmatadore Hits Barbara weitergeht, der die Liveatmosphäre gut rüberbringt. Es folgt der Song "der Notgeile Onkel" wo es sich um eine Live Cover Version des Songs "Ich lieb mich" von den Onkelz handelt. Zu meinen Favoriten zählt noch der Song Killernieteniro und das letzte Stück auf dem Album "Wölfe im Schafspelz" ( Pocken Cover ) mit Unterstützung von 7er Jungs Markus. Fazit: Die Platte ist sehr abwechslungsreich und gut produziert und ein schöner Zusammenschnitt vergangener Tage, daher von mir eine Note 2 und bestimmt noch mehrere Durchläufe im Player.
 

Eddie Sharp 10. November 2017

 
bierschinken.net

Eigentlich könnte ich an dieser Stelle exakt das gleiche Review reinkopieren wie ich es im Jahr 2014 zu "Eine kleine Scheiße", dem vorigen Album der Band, verfasst habe. Lediglich die Songtitel und Texte sind anders. Wobei - hier gibt es sozusagen eine Werkschau. Songs von 2003 bis 2016 werden chronologisch angeordnet. Vorerst schlucke ich ehrfürchtig - 20 Titel? Wer soll sich diesen geistigen Dünnpfiff so lange anhören können? Augen zu und durch.

Die ersten drei Lieder sind dann gleich mal textlich dermaßen primitiv, dass die Kassierer, Eisenpimmel und Lokalmatadore wie eine vegane politisch hyperkorrekte und antisexistische Straight-Edge-Kapelle daherkommen. Puh...ob man das noch witzig finden soll, darüber kann man sich wohl beim nächsten Plenum sehr trefflich streiten.
Wieder gibt es ein Schleim-Keim-Cover ("In der Kneipe zur trockenen Kehle"). Auch die Lokalmatadore werden nachgespielt, in einer Live-Version ("Barbara"). Beides find ich ziemlich überflüssig, weil zu nah am Original. Vielleicht sind noch andere Covers dabei, dann habe ich sie aber nicht erkannt. Auffällig ist, dass die Songqualität ab 2011 enorm steigt. So halte ich beispielsweise "Pech" für einen großen Hit. Und dass Exkrement Beton trotz aller Primitivität politisch am richtigen Fleck stehen, beweisen sie mit dem letzten Song "Wölfe im Schafspelz".
Alles in allem eine schöne Zusammenstellung von nicht veröffentlichten Liedern, von denen man sich hätte ruhig 4-5 sparen können. Und falls der Albumtitel mit entsprechendem CD-Cover eine Persiflage auf den gleichnamigen Track von Feine Sahne Fischfilet darstellen soll, dann finde ich das enorm lustig.

 

Kabl Oktober 2017

 
Schafe Schüsse

Die Geschmäcker sind so verschieden wie die Ärsche der Menschen, dachte ich beim Betrachten des etwas gewöhnungsbedürftigem Coverartworks dieser auf 500 Exemplare limitierten Scheibe von der 2.001 gegründeten Exkrement Beton aus Brandenburg (Havel). Exkrement Beton setzen sich aus den ehemaligen Combos Rollstuhl Räuber und Stiefelfreunde Brandenburg zusammen, deren Bandnamen nicht so ein wirklich großgeistiger Wurf waren. Beim Aufräumen des Proberaumes sind (lt. Info) all' diese Songs entdeckt worden und kommen nun auf dieser Scheibe zu extraordinären Zügen.

Sogar das Plastic Bomb (*Punk Fanzine) zählt zu den Vitastationen von Exkrement Beton, deren namentlichen Beweg-/Hinter(n)gründe auch im eher dünnen Booklet unterfüttert/ausgeführt werden. Mit "Schönes Mädchen [2003]" (Track 1) steigt man unerwartet witzig in diese Scheibe ein und lässt einen klasse Kellerrumpelsound hören. Typischer Proberaum-Keller-Punksound wie man ihn früher oft zockte. Textlich freilich eines dieser Lieder, das nach dem oft gehörten Pubertäts-Muster "Punk trifft auf Normalo-Mädel" abläuft, aber der klasse Sound macht trotzdem Bock, was auch beim folgenden "Die dicke Tina [2003]" (Track 2) [abgesehen vom Textinhalt] so bleibt, der allerdings (so weit verständlich) doch eher sehr frühpubertär rüberkommt. Exkrement Beton gehen danach direkt mit der Schweinenummer "Unrasiert (und fern der Heimat) [2003]" (Track 3) noch tiefer in den Keller und stellen die Frage in den Raum, ob diese Zeiten einen solchen Songs wirklich brauchen? Gut, dass Exkrement Beton sich selbst den Stempel des "Explicit Blödsinn" rangepappt haben, andernfalls könnte man das alles etwas zu überernst sehen.

Die erste (musikalisch!) interessantere Nummer kommt mit "Hässliches Kind [2003]" (Track 4) bei dem man zu Beginn mit dem Ska Einfluss erstmals für leichtes Staunen sorgt, dann aber leider in einen Niveauplätter und Rumpelpogopunk abdriftet. Hätten Exkrement Beton nicht diesen klasse Sound, hätte ich vermutlich bereits beim Erstdurchlauf die CD in die Ecke gefeuert. Gut, dass es auch ein paar Coverversionen auf diesem Album zu hören gibt, von denen die erste im Original von Schleim-Keim stammt und mit "In der Kneipe zur trockenen Kehle [2003]" (Track 5; Anspieltip I) den ersten rundum hörbaren Song mitbringt. Da passt das selbstgeschriebene "Alkohol [2003]" (Track 6) thematisch bestens ran. Schleim-Keim sind auch eine der vergleichbaren Bands (soundmäßig), wobei Exkrement Beton auch in die Zeit der ganz frühen Punkphase der Onkelz gepasst hätten, vermutlich hätte Walterbach Exkrement Beton auch auf dem Kultsampler "Soundtracks zum Untergang" untergebracht?!

Der erste Song mit echter Message wirft (zumindest für mich) ein völlig neues Potentialbild auf Exkrement Beton, die mit "Sag mal wirklich [2003]" (Track 7; Anspieltip II) das Thema Gewalt gegen Punks/andersaussehende Menschen thematisch zu Gehör bringen. Genau genommen kann man dabei sogar den Hang des Menschen zur Gewalt/Konflikten/Krieg im Kern des Textes ausmachen. Was eine einfache Frage so alles für Gedanken anstoßen kann...

Vom Sound her tönt "Alkohol heilt alle Wunden [2003]" (Track 8) irgendwie schon besser produziert und geht weg vom Rotzgesang, d. h. man schickt sich an klarer verstanden zu werden. Das klingt teilweise gesanglich schräger als die Stücke zuvor, wenn auch musikalisch reifer. Der Gesang wirkt zu konzentriert. Das folgende "Ficken [2003]" (Track 9) hingegen fährt die guten Ansätze direkt wieder platt und kehrt auch zum Rumpel-Rotze-Sound zurück. Zwar 'ne ehrliche Nummer, aber auch eher aus der Pubertätsabteilung. ;-) Wer auf "Saufen, Ficken, Oi" steht, kann hier gedankenlos reinhören. Was die Songs immer wieder aufwertet, sind die Samples, die so manchen Song einleiten, so auch bei "Ich lache [2003]" (Track 10), der übrigens der letzte aus dem Jahr 2.003 ist. Chronologisch geht es mit dem "Südlied [2004]" (Track 11) nach ein Jahr später und kredenzt einen etwas röhrenartigen Proberaumsound. Wird hier eigentlich der "BFC" oder der "BSC" besungen? Musikalisch hat das ja zumindest irgendwie irgendwas.

Danach gibt es wieder einen Besuch in der Coverversionabteilung. "Barbara (Live) [2005]" (Track 12) führt zum Original der Lokalmatadore und bringt 'ne klasse Liveatmosphäre mit, die fern von digitaler Aufbereitung 'ne Menge Spirit innehat. Klingt nach 'ner fetten Party. Das haben Exkrement Beton sicher auch so gesehen und packen mit "Der notgeile Onkel (Live) [2005]" noch einen Livetrack obendrauf, der nichts anderes als der Onkelz Pogoklassiker (aus deren eigener Punkphase) "Ich lieb' mich" ist. Mit "Pech [2011]" (Track 14) geht es produktionstechnisch wieder in deutlich klarere Formen über (auch gesanglich). Seltsam nur, dass das Songende so abrupt ist. "Ich hasse Menschen [2011]" (Track 15; Anspieltip III) hingegen passt sicher zur zunehmenden Entfremdung innerhalb der Gesellschaft/untereinander und dürfte Live nicht aus dem Exkrement Set wegzudenken sein?!

Andere Songtitel wie "Uftata [2016]" (Track 16) kenne ich hingegen nur aus dem Fun Grindcore Genre, wenngleich es von der Taktgebung her typisch Punk ist. Musikalisch (auf dieser Scheibe) bislang unerreicht in Sachen Abwechslung und auch mit Themenbezug zum Punk der heutigen Zeit kam "Killernieteniro [2016]" (Track 17; Anspieltip IV) bereits beim Erstdurchlauf zu meinen Favoriten hinzu, wenngleich der Gesang eher clean gehalten ist und nicht ganz unfreiwillig stellenweise ingesamt an Müllstation erinnert. Und wenn man gedanklich schon in Sachsen-Anhalt ist, kann man auch direkt via Pogoexpress Cover "Bierkneipe [2016]" mal nach Sachsen rüber, um danach in Eberswalde bei den Jungs von Klartext zu landen und auch da Coverstation zu machen - "Edeltraut [2016]" (Track 19), bei dem vor allem Exkrement Beton Drummer Franky schön den Tempozug fahren lässt. Zum Finale gibt es das Die Pocken Cover "Wölfe im Schafspelz [2016]" feat. Markus (*7er Jungs) obendrauf.

'Ne ziemlich lange Scheibe mit Ups and Downs. Vereinzelt, vor allem dank des schönen Old School Rumpelsounds, aber echt klasse. Ich hatte vorab deutlich weniger erwartet als ich Coverartwork und Titel sah.

6,8/10 Schafe Schüsse

 

DannyB am 15. Oktober 2017

 
Underdog Fanzine

EXKREMENT BETON haben nach eigenem Bekunden beim Aufräumen ihres Proberaumes unveröffentlichte Aufnahmen gefunden.
20 Songs aus den Jahren 2003 - 2016. Beim Hören denke ich bei mir, hätten ist den Proberaum bloß nie aufgeräumt. Andererseits ist das hier auch ein Stück Alltagskultur einen beinharten, echten Punkrockers, der sich das Recht, grüne Haare zu tragen, teuer erkaufen musste und sich gegen Eltern, Lehrer, Gefängniswärter, zur Wehr gesetzt hat. Infantile und primitive Inhalte im Uffta-Uffta-Rhythmus lassen den Pogoexpress seine Runden drehen. Bier und Mädchen, Feiern und Ficken bestimmt die Alltagskultur, in der gewöhnliche Dinge idealisiert und als Leitmotiv besungen werden. Wo andere einen großen Sack voller Illusionen bis ins Erwachsenenleben mitschleppen, andere ihre Neurosen und Psychosen pflegen oder bekämpfen, folgen EXKREMENT BETON heiter und fröhlich ihre niedrigen Instinkte und versuchen, eine hoffnungsvolle Atmosphäre zu schaffen, die die abgespaltene Männlichkeit repräsentiert und das zu schwache Ich kompensiert. Dafür lockt der rumpelige OI-Fun-Sound Schlapp-Irotragende Spezies wie die Scheißhausfliegen an, die um die letzte Dose Bier oder das letzte Klopapier kämpfen und dem Leben wieder einen Sinn zu geben.

11. Oktober 2017

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Lucky Punch - Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha

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Lucky Punch - Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha
 
Lucky Punch - Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha

Lucky Punch - Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha

Lucky Punch - Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha

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Lucky Punch - Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha

Format: CD, LP, Album
Katalognummer: AOS-003a, AOS-003b
CD EAN: 0634154797846
LP EAN: 0659436889842
Genre: Kneipencore
Veröffentlicht CD: 31.03.2017
Veröffentlicht LP: 17.07.2017
Stückzahl CD: 1000
Stückzahl LP: 500
Vinyl: 180g in Schwarz mit Weißen Sprenkeln


Tracklist:

01.(A1.)  Arrrrr
02.(A2.)  Dreck und Scheiße
03.(A3.)  Ich will an deine Scheide
04.(A4.)  Hardcore Pornos
05.(A5.)  Klabusterbärchen
06.(A6.)  Die Geschichte des Sex
07.(A7.)  Kindl
08.(B1.)  Popel hier, Popel da
09.(B2.)  I love Vagina
10.(B3.)  Keine Hose, kein Problem
11.(B4.)  Prostata
12.(B5.)  Ich liebe mich
13.(B6.)  Ohne Bier, ohne mir
14.(B7.)  Bonus


Das zweite Voll-Album (nach Ihrem 2011er Album "Mit Leib und Kehle") der Kneipencore Prolls aus dem Speckgürtel der Deutschen Hauptstadt, welche seit 2009 am Start sind.
In den Songs werden auf besondere Art und Weise traumatische Erlebnisse mit Alkohol und dem weiblichen Geschlecht in vollendeter Mitgröhlmanier verarbeitet.
Musikalisch und Textlich eine prollfreundliche Mischung aus Bands wie Eisenpimmel, Pöbel & Gesocks, Kassierer, Lokalmatadore, Gummizofen u.s.w. kredenzt als Sound-Satire-Cocktail.
Demnach dürfte wohl klar sein wohin die Reise geht.
Dieses Album ist definitiv nichts für Benjamin Blümchen Hörer, Spießer und zarte Seelen.


Vorhören in minderer Qualität

Arrrrr
Dreck und Scheiße
Ich will an deine Scheide
Hardcore Pornos
Klabusterbärchen
Die Geschichte des Sex
Kindl
Popel hier, Popel da
I love Vagina
Keine Hose, kein Problem
Prostata
Ich liebe mich
Ohne Bier, ohne mir + Bomus

 

 


 


 

 

Review

 
Ugly Punk

Ziemlich langen Titel haben sich LUCKY PUNCH da ja für ihr neues, das bereits zweite Album, ausgesucht. Passt aber ganz gut, denn für Feingeister ist das Liedgut der Band sicherlich nichts. Darüber ist sich der Hersteller jedoch bewusst und stellt auch klar, dass es sich hier natürlich um Satire handele, bei der "traumatische Erlebnisse mit Alkohol und dem weiblichen Geschlecht" verarbeitet wurden. So kann man's natürlich auch sagen.

Zu hören gibt es jedenfalls bodenständigen, kraftvollen und direkten Oi-Punk, der auch das ein oder andere Gitarrensolo bereithält. Geht gut nach vorne ab und knallt auf musikalischer Ebene schon ziemlich gut rein. Natürlich nichts, was man nicht schon mal gehört hätte, dafür handwerklich einwandfrei, eingängig und für gepflegten Rüpelpogo prädestiniert. Alles im grünen Bereich also. Über die Texte kann man sich natürlich streiten. Vor allem, wenn man einen politischen oder gesellschaftskritischen Anspruch pflegt. Political correctness wird hier nämlich mit Füßen getreten. Vorrangig geht's ganz schamlos um Suff & Sex, Bier und Pornos. Ernst zu nehmen ist das alles natürlich nicht und hat auch immer ein klitzekleines Augenzwinkern mit dabei. Dennoch ist es sicherlich nicht schwer, den Texten Sexismus, Machismus und pubertäre Primitivität vorzuwerfen. Denn die Texte bedienen doch ausschließlich niedrigste Instinkte. Wer an so was Spaß hat wird darum auch sicherlich nicht enttäuscht. Bei anderen könnte dieser Aspekt aber doch eine Abneigung gegen die Band hervorrufen. Jedermanns und vor allem -fraus Humor ist dieser Fäkal-Porno-Suff-Proll-Rock sicherlich nicht.

Musikalisch auf jeden Fall ein starkes Album mit vielen hitverdächtigen, energiegeladenen Oi-Punk-Songs. Was die Texte anbelangt kann man hier allerdings nur - und das bedenkenlos - die Selbsteinschätzung der Band übernehmen: "Wir sind scheiße und haben Komplexe, darum diese primitiven Texte".

 

27 April 2017 By Mirko

 
Underdog Fanzine

Die Berliner Kindl haben Komplexe und gehen ihren primitiven niederen Instinkten und Bedürfnisse nach, folgen ihren Triebhandlungen, indem sie HC Pornos gucken, saufen und ihre Finger in alle möglichen Körperöffnungen stecken.

Die zweckmäßige Wirksamkeit dieser Mechanismen kann aber nur als ein Produkt genereller psychophysischer Entwicklung betrachtet werden. Hierfür spricht auch die Tatsache, dass die Instinkte nicht bloß mannigfache individuelle Abänderungen, sondern eine gewisse Vervollkommnung durch individuelle Übung zulassen. So übt das prollige Gesocks von LUCKY PUNCH tagtägliche gewöhnliche und abnorme Gewohnheiten, die den Asi-Faktor auf einen größtmöglichen Faktor anheben. Liebe, Triebe, Pillemann. In der Anatomie der menschlichen Destruktivität produzieren LUCKY PUNCH Eckkneipen-Stammtisch-Gegröle und Straßenköter-Rock and Roll auf Blitz-Illu-Niveau und einem Spannungsfeld aus Schmuddelimage und Trivialisierung. Ein Schelm, der Satire vermutet. Ein Punk, der überschäumende Stimmungshits erwartet. Zu schön, um wahr zu sein.

11. Oktober 2017

 
Schafe Schüsse

Es gibt Bands, Genre und Umschreibungen, die es manchmal etwas... sagen wir mal "schwierig" machen sich darauf (ohne inwendig anhaftende Vorurteile) einzulassen. Im Fall von Lucky Punch sind es Umschreibungen wie "Kneipencore, Langer Hoden (*in der offiziellen Websiteadresse verwendet), Kneipencore Prolls...", die direkt an "Saufen-Ficken-Oi-Stumpfsinn" denken lassen. Infosheetdetails wie: "In den Songs werden auf besondere Art und Weise traumatische Erlebnisse mit Alkohol und dem weiblichen Geschlecht in vollendeter Mitgröhlmanier verarbeitet... Dieses Album ist definitiv nichts für Benjamin Blümchen Hörer, Spießer und zarte Seelen." - Klingt nach Ansage, klingt allerdings auch nach jeder Menge Fragen. Als Einflüsse nennen die "Speckgürtelträger" Bands wie Eisenpimmel, Pöbel & Gesocks, Kassierer, Lokalmatadore, Gummizofen. Man kredenze einen "Sound-Satire-Cocktail".

Wie gesagt, einfach ist anders, dennoch versuchte ich es entspannt(er) anzugehen. Gegründet haben sich Lucky Punch 2.009 bereits und schicken mit diesem Album offenbar das zweite Album ins Rund. Allein der Albumtitel "Mit Gottes Segen schlagen wir auf des Teufels Pauke einen unterirdischen Cha-Cha-Cha" zockt in diesem Jahr um den längsten Albumtitel mit. So lang der Albumtitel ist, umso kürzer ist der Albumöffner "Arrrr" (Track 1) mit 1:30 Minute Länge, der erstaunlich gut ins Ohr geht und mich an so manche Punkband aus DDR Zeiten erinnert, zumindest von Eule's Stimme her. Der an J.B.O. oder auch Rotz & Wasser erinnernde Eigenhumor, der hier zunächst mit Rockkante und Punk Rockanteilen vermengt sich selbst auf die Schippe nimmt -"Dreck und Scheisse" (Track 2; Anspieltip I)-, weiß unerwartet flüssig aufzulockern. Mit Core hat das Ganze allerdings nichts zutun, aber für "Suff-Mitgröhl-Mucke" geht es erstaunlich gut produziert rein. Was "Dreck und Scheisse" noch auf witzige Weise zockte, geht niveaumäßig mit "Ich will an deine Scheide" (Track 3) ins stumpfsinnig Pubertäre über. Songs dieser Art fand man früher in der frühen Jugend nach dem ersten feuchten Traumerlebnis vielleicht mal witzig, heutzutage kann ich persönlich solchen Songs jedoch nicht mehr viel abgewinnen.

"Hardcore Pornos" (Track 4) kanm man mit etwas Kassierer-Tributgeist gerade so noch durchgrinsen lassen. Musikalisch muss man zugeben, dass Lucky Punch mehr könn(t)en. Dennoch frage ich mich ernsthaft, ob die Leute nüchtern auf sowas abgehen? "Klabusterbärchen" (Track 5) stapelt wieder tiefer und lässt Bilder aufkommen, die keine/-r haben will, weshalb ich mir dieses Stück auch kein einziges Mal komplett geben konnte. Selbst klischeetreue Baumschulenschüler/-innen bekämen clevere, geistreichere Liedtexte zusammen. Ich muss mich immer wieder grundversichern, dass ich das rausgepresste Prollwerk hier tatsächlich höre, denn was man mit "Die Geschichte des Sex" (Track 6) anbietet, könnten vermutlich nicht mal die Klamaukbarden von A.O.K. sinnleerer servieren. Ist das wirklich noch "Satire"???

Da ist ein Stück wie "Kindl" (Track 7) schon so etwas wie ein "Highlight", wenn auch musikalisch eher einfach gestrickt. Dass diese Jungs aus dem Speckgürtel Berlins kommen, merkt man an ihrer Bierwahl und ihrem Humor. ;-) Die nächsten zwei Stücke erspare ich mir nach dem ersten Hörgang des kompletten Albums - "Popel hier, Popel da" (Track 8), "I Love Vagina" (Track 9). Nicht einmal musikalisch machen Lucky Punch es schwer diesen geistigen Dünnschiss zu überspringen. Dann noch am Ehesten "Keine Hose, kein Problem" (Track 10), das mich an den "hosenlosen Widerstand" von Die Dorks erinnert.

Lucky Punch fordern mir mit dieser Review wirklich 'ne Menge ab, einfach, weil mein Humor heutzutage nur seltenst mal die Kellerluke zu diesem Level aufmacht. Was Lucky Punch spielend schaffen, ist die hörbare Tatsache wirklich ekelhafte Bilder wachzurufen und damit dementsprechend zu polarisieren - "Prostata" (Track 11), "Ich liebe mich" (Track 12). Der reguläre Albumschließer "Ohne Bier, ohne mir! - feat. Tutte (Scorbut)" (Track 12) bringt es mit dem Satz "Assis wie wir sind im Leben ganz weit vorn" auf den ironischen Punkt. Thematisch nicht neu, auf diesem Album aber eines der Stücke, bei denen man zumindest ohne eklige Bilder im Kopf auskommt. Der Bonustrack bringt es per Sample leider sehr wahr auf den Punkt.

Nach anfänglichem Aufflackern von so etwas wie Hoffnung (noch beim Erstdurchlauf) wird man, sofern man nicht auf Assi-Proll-Oi steht, in einen Wald aus purem Stumpfsinn entführt, den man wahrscheinlich auch nur highlevel-besoffen ertragen kann? Das war nicht mal ein Schuss in den Ofen. Das Niveau sucht sich auf diesem Album immer noch. Wenigstens können Lucky Punch ihre Instrumente spielen, wofür es dann letztlich auch die überschaubaren Punkte gab. Der klägliche Textrest ist kompletter Müll. Dieses Album "verarbeitet" ehrlich gesagt so gar nichts, der/die Hörer/-in hat eher nach dem Hören eine Menge zu verarbeiten, sofern man sich dieses Album überhaupt komplett gibt? Das Ganze grenzt an niveauloser Körperverletzung. Wahrlich ein "unterirdisches" Album. Ich gebe mir jetzt direkt im Anschluß 'ne ordentliche Ladung Grindcore, um wenigstens etwas bessere Laune zu kriegen.

17 März 2017 By Danny B

 
Crazy United

Der Albumtitel klingt ja noch ganz originell, aber das war's dann leider auch schon. LUCKY PUNCH sind einfach so peinlich, dass ich gar nicht weiß, wie ich es beschreiben soll. Ich hatte sie letztes Jahr auf dem "Punk & Disorderly" Festival gesehen und damals war schon fremdschämen angesagt. Es gibt einfach einen Unterschied zwischen "lustig-prollig" (LOKALMATADORE) und "peinlich-prollig" (LUCKY PUNCH). Auch wenn sie versucht haben witzig zu sein, sie sind kläglich gescheitert. Wenn die Jungs "ich leide" auf - ihr erratet es nie - "Scheide" reimen, dann fällt mir dazu auch nix mehr ein. Außerdem gibt es auf diesem - gefühlt viel zu langen - Longplayer noch geistige Ergüsse wie "Klabusterbärchen", "I Love Vagina", "Prostata" oder auch "Hardcore Pornos". Ein Lied über Popel muss doch nun auch echt nicht sein, es sein denn es ist von Gerhard Schöne, dann fetzt es voll ein: https://www.youtube.com/watch?v=atbp49SDHdg. Die Musik kann man getrost als Prollrock bezeichnen, der wenig spannend um die Ecke kommt. Die Stimme von Eule passt sich perfekt ein, denn als Gesang kann man das eher nicht bezeichnen. Ihr merkt schon, es hat mir echt Schmerzen bereitet, diese Platte anzuhören. Dabei will ich es auch belassen. "Wir sind scheiße und haben Komplexe, deshalb diese primitiven Texte." Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Note: 5

16 März 2017 By East Side Daniel

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Vorsicht Stufe - Oi!Mania

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Vorsicht Stufe - Oi!Mania

Vorsicht Stufe - Oi!Mania

Vorsicht Stufe - Oi!Mania

Format: CD, LP, Album
Katalognummer: AOS-002a, AOS-002b
CD EAN: 0634154598870
LP EAN: 0659436099999
Genre: Oi-Punk
Veröffentlicht CD: 21.10.2016
Veröffentlicht LP: 04.02.2017
Stückzahl CD: 1000
Stückzahl LP: 500
Vinyl: 140g in Schwarz


Tracklist:

01./A1.)  Vorsicht Stufe
02.(A2.)  Skins & Punks
03.(A3.)  Tod Der Eckkneipe
04.(A4.)  Ein Leben Lang
05.(A5.)  Tag & Nacht
06.(A6.)  Bei TeBe
07.(A7.)  Wixen Statt Beten
08.(A8.)  Futschi Fetzt
09.(B1.)  Oi!Mania
10.(B2.)  (K)ein Bier Vor Vier
11.(B3.)  Festivalliebe
12.(B4.)  Wir
13.(B5.)  Besoffen Sein
14.(B6.)  Nuttenparty
15.(B7.)  1. Mai
16.(B8.)  Vorhautpolka
17.(B9.)  PP (WTZ)


Vorsicht Stufe bieten auf Ihrem Album authentische Einblicke in ihre Skinheadkultur, die gekennzeichnet ist von Fußball, Alkohol, Schlägereien zum Zeitvertreib und Working Class.
Die rumpelige, simple Flaschengeist-Melodie, mit femalen Gesang, versprüht den Charme des authentischen 80er Jahre Proberaum-OI!-Punk mit einer kompromisslosen überzeugenden Gossen-Poesie.
Oi!Mania ist roher, simpler OI!Punk in Reinkultur, angereichert mit frechen, offensiven Verbalrundumschlägen und trinkfesten Inhalten.
Eine Milieustudie mit asseligem Unterhaltungswert gepackt in 17 Songs!


Vorhören in minderer Qualität

Vorsicht Stufe
Skins & Punks
Tod Der Eckkneipe
Ein Leben Lang
Tag & Nacht
Bei TeBe
Wixen Statt Beten
Futschi Fetzt
Oi!Mania
(K)ein Bier Vor Vier
Festivalliebe
  Wir  
Besoffen Sein
Nuttenparty
1. Mai
Vorhautpolka
PP (WTZ)

 

 


 


 

 

Review

 
Toughmagazine

Dass man ein Album, das "Oi!-Mania" heißt, nicht unbedingt nüchtern konsumieren sollte, verhindert schon der gesunde Menschenverstand. Bewaffnet mit einem Sixpack Dosenbier, 5.0 versteht sich, startet das erste Machwerk von Vorsicht Stufe, das simpel erst die eigene Existenz besingt und sich für einen Reim auch nicht unbedingt einen Zacken aus der Burgerking-Pappkrone bricht. "Oi!-Mania" versammelt 17 Stücke, die man nach der Kassierer-Typologie getrost allesamt als "Songs" abstempelt kann - die Stimme der Sängerin Katja ist nämlich weder lieblich noch rotzig: Schleppend keift sie sich durch szenetypische Fußballhymnen "Bei TeBe", Tresenbanalitäten "(K)ein Bier vor vier" und grässliche Nicht-Reime en masse: "Die Brechstange gibt die einen Hieb / zum Wichsen ist es nie zu spät" und "Vorsicht Stufe, keine Disziplin/ wir trinken immer Bier"…

Spätestens bei "Tag & Nacht" und "Festivalliebe" bittet das zwar weich in Bier gebettete, aber dennoch noch wache Hirn: "Oi, oi, oi AUFHÖREN!"

Vorsicht Stufe scheinen den "Oi!-Punksongtextapparat" frei nach den Blutjungs gefunden zu haben, um dieses Album zusammenzuzimmern: Auf vier der sechs Würfelseiten steht "Saufen", auf den anderen "Fußball" und "Ficken". Und plötzlich, als der Finger schon über der Stopptaste schwebt, ertönt: "Anzeigen sammeln wir wie Falschenpfand" - Ha! Ein blindes Huhn findet auch mal ein apartes Wortspiel.

Dennoch: Wenn euer Hirn noch nicht komplett durch Alkoholdemenz zerfressen ist, lasst die Finger davon.

 

Oktober 2017 By Michaela

 
OX-Fanzine

Saufen, Fußball und Schlägereien - das ist die "Oi!Mania". Natürlich etwas überspitzt dargestellt, aber genau diese drei Themen wechseln sich in den Songs der West-Berliner VORSICHT STUFE ständig ab. Etwas sehr einseitig, wie ich finde.
Entsprechend einfach ist auch der Sound. Es muss kein Nachteil sein, eine Platte im Proberaum aufgenommen zu haben, einige Titel besitzen durchaus den Proberaum-Charme, aber leider schwankt die Qualität so sehr, dass man manchmal die Skip-Taste nicht früh genug drücken kann.
Was vielleicht auch an der Menge der enthaltenen 17 Titel liegt. Hier hätte man die eine oder andere Nullnummer ruhig weglassen können. Leider weit weg von etwaigen Szenengrößen und auch nicht wirklich vergleichbar.
Da kann auch das Cover "P-Pank" von WTZ nichts retten. Nur empfehlenswert, wenn man auf Krach steht und mit den oben genannten Dingen keine Probleme hat.

 

Januar 2017 By Sven Grumbach

 
Schafe Schüsse

"DIY & Ficken Oi!" heißt es O-tönend im Booklet. "Saufen, Ficken, OI!"? - ist das nicht etwas zu sehr von Vorgestern? Schwierig, schwierig... Vorsicht Stufe tragen es aber mit futschidurchtränktem Humor und bekennen sich (ähnlich wie Diva Kollektiv) zum eher nicht so bekannten Fußballverein Tennis Borussia Berlin. Vielleicht entsteht ja hierbei sogar so etwas wie der kleine Bruder/Schwester vom FC St. Pauli? Berlin ist groß genug für mehrere Clubs.

Doch zurück zu Vorsicht Stufe, die hier vielleicht sogar vom Bandnamen her eine Band auf die Rolle nehmen, die eine Stufe zu weit nacht rechts gegangen ist und dort in ihrer Dummheit hocken geblieben ist.

Vorsicht Stufe selbst setzen auf "Sex, Hugs & Rock 'N' Roll" und sehen sich im Oi und Punk der '80er Jahre verortet, was sie seit April 2.012 aktiv als Band umzusetzen versuchen. Die Dame am Mikro kennt man von diversen Punkkonzerten in Berlin bei denen man sie nicht selten in der ersten Reihe das Bier schwingend mitgröhlte. Der Rest der Kombo ist mir allerdings (auch vom Sehen) völlig unbekannt.

Eines sei vor dem Finalgang noch angemerkt, ohne die Band dissen zu wollen - der Hörer sollte keine tiefenphilosophischen Texte erwarten. Wer aber auf dreckigen "Party"-Oi alias Pöbel & Gesocks steht, sollte hier mal einchecken.

Bereits der Opener "Vorsicht Stufe" (Track 1) bringt das schlagende Argument - den ProberaumPunkSound der '80er im Gepäck, zwinkert man auch die einfachen Texte zunächst einmal wohlwollend weg. Querverweise zu den frühen Onkelz gibt es genauso wie die Absage an die, die den Sinn der Oi-Bewegung falsch ausgelegt/verstanden haben. "Skins und Punks" (Track 2) bringt sogar kleine Ska-Ansätze ein, zwar auf recht einfache Weise, dafür aber locker und nicht zu sauber gespielt. Sicher, es mutet leicht schräg auf den ersten Hör an und die Texte hat man in den eigenen Anfangsjahren von diversen Bands mit ähnlich solidem Wortlaut gehört - "Tod in der Eckkneipe" (Track 3), aber genau das machte es früher eben auch aus. Ob sich dieses alte Rezept auch heutzutage noch gegen tausende andere Bands durchsetzen kann, wird sich zeigen.

Dem folgenden "Ein Leben lang" (Track 4) und dem "Fußball, Ficken, Alkohol" Getöhle kann ich persönlich nichts abgewinnen. Wenn es "Nicht-Anspieltips" gäbe, wäre dieser Song definitiv dabei. Der Schleim-Keim-nahe Sound ist das große Plus dieser Combo, die diese Scheibe übrigens in ihrem Proberaum aufgenommen hat, dafür aber eben genau diesen '80er Sound innehat. Da überrascht eine Art Ballade wie "Tag & Nacht" (Track 5; Anspieltip I) regelrecht. Ich staune dass Sängerin Katja stellenweise besser singt als ich es von diversen Konzerten manchmal in der ersten Reihe von ihr hörte, so wie es bei "Bei TeBe" (Track 6) im ersten Satz angedeutet wird.

Mit "Wixen statt beten" (Track 7) mischt sich ein Kassierer-Assel-Absturz-in-den-Keller-Gemisch. Der nächste Nicht-Anspieltip. Dann lieber nur süffig - "Futschi fetzt" (Track 8). Vielleicht bin ich auch einfach nur viel zu nüchtern für Vorsicht Stufe? Vermutlich beschreibt man beim Albumtitelstück "Oi!Mania" (Track 9) die Geschichte der Bandgründung und seine etwas eigensinnige Sicht auf den eigenen Way Of Life in Sachen Oi Movement. Mir persönlich klingt das Stück etwas zu lieblos runtergedaddelt. Kann man schon machen, ist dann halt nur kontraproduktiv. Nun ja... auch "(K)ein Bier vor Vier" (Track 10) macht es nicht besser, zumal man hier schon recht offen zu Normahl geschielt hat. "Saufen, Fußball..." ist das wirklich der einzige Lebensinhalt? Man hat angehörs der Texte immer mehr/wieder das Gefühl eine Schülerband zu hören. -"Festivalliebe" (Track 11)- Musikalisch, wie auch textlich wird das allenfalls für den Dauerstatus einer Partyband reichen, bei der alle vorglühen, so dass es egal ist wer spielt.

"Wir" (Track 12) macht den Westen Berlins dann auch nur noch einsamer. Teils merkt man hier und da die unterschiedlichen Aufnahmeetappen, die sich im Sound niederschlugen. Zumindest tönt es soundmäßig so wenigstens etwas satter - "Besoffen sein" (Track 13; Anspieltip I). Ein kleiner Trost. Vergesst "Wir fahr'n in den Puff nach Barcelona" - "Nuttenparty" (Track 14) versucht mit "Heute geb' ich mir den Rest bei der Nuttenparty in Budapest" noch tiefer zu stapeln. Angesoffen mag das vielleicht witzig sein, nüchtern gehört, gräbt sich selbst das Niveau flüchtend durch den Kellerboden. Schade, denn bei dem Sound hätte man mit etwas kritischeren Themen wie es zumindest "1. Mai" (Track 15) so einen kleinen, halben Schritt in diese Richtung hergibt, mehr reißen können.

Songs wie "Vorhautpolka" (Track 16) hätte man sich genauso wie "Pennerpunk" (Track 17) man sich sparen können. Über "Vorhautpolka" kann man ja vielleicht noch lachend verhandeln (Das Kopfkino kriegt man aber trotzdem nicht weg! Macht den Film aus bitte!), aber "Pennerpunk" geht mir persönlich eindeutig zu weit.

Alles in allem ein Album, das soundmäßig (wie bereits erwähnt) an Schleim-Keim erinnert, textlich aber mehr als unterirdisch belanglos, flachgeistig verstrahlt vor sich hindümpelt. Daher sind die wenigen Punkte allein dem rein instrumentalen Sound (inkl. Rotzgesang) zu verdanken. Wie viel von Vorsicht Stufe dann am Ende tatsächlich mit Oi! als Way Of Life zutun hat/ist, bleibt eine offene Frage.

27 Januar 2017 By Danny B

 
Voice Of Culture

Als ich die CD in den Händen hielt, ahnte ich schlimmes und sagen wir mal so, es wurde nun ja...noch schlimmer. Vorsicht Stufe, spielten 2013 oder 2014 zu einem Gründonnerstag Konzert mal im Frankfurter Backdoor, das war damals u.a. mit der Frankfurter Band "Betrunken uns". Schon damals war es unglaublich schlecht was die Berliner da ablieferten. Vom Böhse Onkelz Cover bis hin zur selbst Kasteiung des eigenen Bandnamen war alles dabei. Nun bring das Berliner-Quartett um Sängerin Katja hier 17 Songs heraus und bringen wir es mal gleich auf den Punkt, wer es Primitiv mag dem sei das Teil ans Herz gelegt. Das ganze ist sehr einfältig, zeugt von ausgedehnten Alkoholkonsum bei Tag und Nacht und erinnert an gruseligen Proberaum Punk aus den 80'gern.

Dezember 2016 By Jan

 
Ugly Punk

Political Correctness ist ja schon seit einiger Zeit auch in der Punkszene ziemlich in. VORSICHT STUFE scheren sich einen feuchten Dreck darum um präsentieren Ihren rumpeligen Oi!-Punk mit all dem, was den pc-Menschen auf die Palme bringen könnte.
Aufgenommen wurde das Album im Proberaum, was man dem Sound auch deutlich anhört. Schraddelig, kratzig und alles andere als perfekt, dafür aber authentisch und sympathisch. Somit setzt man einen Gegenpol zu den immer ausgefeilteren Soundkonstrukten moderner Punkbands. Da fühlt man sich doch direkt in die früheren 80er-Jahre zurückversetzt. Dass die Instrumente nicht gerade filigran bedient und der meist weibliche Gesang auch nicht jeden Ton trifft ist da nur Konsequent. Das textliche Niveau dabei gegen null. Abgegrast werden alle Skinhead-typischen Themen: Ficken, Saufen, Party, Oi! und Fußball. Liedtitel wie "Wixen statt beten", "Nuttenparty", "Besoffen sein" oder "Vorhautpolka" sprechen hier für sich. Zu Gute halten muss man den Berlinern, dass hier immer auch ein wenig Selbstironie mitschwingt. Ernst nehmen kann und sollte man das nämlich sowieso nicht. Hier wird die Klischeekiste ganz weit aufgezogen und folgerichtig findet sich dann auch noch eine Coverversion von WTZ auf der CD. Ob die Intention allerdings eine ähnliche ist, nur eben auf Oi!-Punk gepolt, lässt sich dabei schwer sagen. Mir persönlich isses großteils halt doch ein wenig zu platt.
Vom Sound her eine schön räudige Kellerscheibe, der man auch den Spaß der Protagonisten an der Sache anhört. Textlich bin ich dem aber größtenteils entwachsen, hat das Ganze doch einen recht hohen Asi- und Krawall-Faktor, der sicher Geschmackssache ist. Humorbefreite Dogmatiker sollten jedenfalls einen großen Bogen um diese Scheibe machen.

21 Dezember 2016 By Mirko

 
Crazy United

Manche Veröffentlichungen hinterlassen Spuren im Leben eines Rezensenten. Alle paar Jahre flattert einem irgendwas auf den Tisch, wo einem spontan einfach mal der Mund offen stehen bleibt ob des schon grotesk erscheinenden Unvermögens aller Beteiligten und des Unglaubens, daß hier Strom, Geld und Energie investiert wurde, um der Welt nichts weiter als Arschkrebs zu bereiten. Ich höre hier jetzt schon das Raunen in der Menge ( Wie kann er sowas sagen, das ist doch total authentisch, oldschool, DIY, nah an der Strasse, lustig und überhaupt total dufte) aber wisst ihr was? Das is mir Scheissegal. Das ist so unglaublich schlecht, musikalisch, inhaltlich und so extrem entnervend, daß ich es persönlich nehme. Mit Songs wie "Vorhautpolka" (...und , liebe Katja; ich wünsche Dir an dieser Stelle noch viele solcher Erfahrungen) oder "wixen statt beten" versucht man hier sich inhaltlich den Kassierern anzunähern, wobei selbst das in meinen Augen ist als ob man Rosen mit Blumenkohl vergleicht. Ich sehe die ganzen Vollhonks mit Alpha Industries Klamotten und vollgepissten Jogginghosen in der ersten Reihe eines jeden Konzerts und tatsächlich habt ihr euch auch genau so ein Publikum verdient, liebe Vorsicht Stufe Crew...denn das ist eure Zielgruppe...Selten, daß mich Musik jenseits von Andrea Berg so auf die Palme bringt aber hier ist der Bogen einfach überspannt, selbst wenn wir noch 86 hätten...Das ist nicht lustig, das ist einfach nur rufschädigend und scheissescheissescheisse... Für einige arme Tröpfe ist das Punkrock, für andere vielleicht Realsatiere am Ende ist es auf jeden Fall Fremdschämen und auch ein wenig traurig, daß sich offensichtlich mit jedem Scheiss ein paar Kröten machen lassen...durchgefallen...6...und wenn ich könnte, würd ich euch ne 7 geben...bleibt in Berlin

19 November 2016 By Kai

 
bierschinken.net

Verriss! Verriss! Endlich mal wieder ein Verriss!
Was will man auch sonst erwarten, wenn die Band ihr Album schon "Oi!Mania" nennt und die Songs Titel tragen wie "Wixen Statt Beten" oder "Vorhautpolka". Das Berliner-Quartett um Sängerin Katja bringt hier 17 Songs heraus für die das Attribut "rotzig" wohl noch eine Beschönigung sondergleichen wäre. Nach dem ersten Reinhören überrascht mich weder, dass das Album live im Proberaum aufgenommen wurde, noch, dass sich die Band beim Sauf-Stammtisch gegründet hat. Ganz schwer verdauliche Rohkost! Jedem, der nicht absoluter Bärchen und die Milchbubis Fan ist und seine Vormittage nicht mit einer Palette Dosenbier vor Frauentausch verbringt, sei diese Band dringendst abgeraten.

Fazit: Songs, bei denen man Ende der 80er eigentlich schon hätte belächelt werden müssen, scheinen irgendwie 2016 immer noch zu gehen.

Anspieltipps: Hab ich keine, aber ein gut gemeinter Tipp wäre sämtliche Exemplare des Albums schnellstmöglich zu entsorgen.

November 2016 By Zwen

 
Underdog Fanzine

Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist. Die OI!Mania Drinking Crew lädt ein und hat mit Till und Katja ein Sprachrohr erkoren, das authentische Einblicke ihrer Skinheadkultur bietet, die gekennzeichnet ist von Fußball, Alkohol, Schlägereien zum Zeitvertreib und Working Class. Eine Milieustudie mit asseligem Unterhaltungswert!

Die immer wiederkehrenden Themen behandeln das (Ab)Feiern von Wochenend-Parties, Rumhängen in versifften Kneipen und Randale machen. Volle Gläser, volle Ränge. Hauptsache, die Stimmung ist gut und wird noch besser. Die rumpelige, simple Flaschengeist-Melodie versprüht den Charme des authentischen 80er Jahre Proberaum-OI!-Punk mit einer kompromisslosen überzeugenden Gossen-Poesie. Die StammtischfreundInnen üben nicht viel, trinken dafür umso mehr und lassen ihre animalischen primitiven Triebe freien Lauf. Immer und überall zu allem bereit. Der Soundtrack der Feierabendkultur ist geschwängert mit extrem dilettantischer Musik, die aber aus diesem Grunde so integer ist und den Liebesbrief zwischen Cola Korn und Futschi so herzergreifend romantisch vorträgt. Die Reimverse sitzen so sicher wie der Gang nach der 10. bestellten Runde Bier/Korn. Alkohol wärmt das Herz und löst die Zunge und bewirkt einen übermütigen Mut und gewaltaffines Risikoverhalten, das dir bei einem falschen Wort die Fresse oder die dreckigen Gläser poliert. O!Mania ist roher, simpler OI!Punk in Reinkultur, angereichert mit frechen, offensiven Verbalrundumschlägen und trinkfesten Inhalten, die angesichts des einfältigen Freizeitprogramms erstaunliches zutage fördert. Denn am Ende ist es die Freundschaft, die zählt. Schnief, das ist ja schon beinahe so romantisch und sentimental wie der ästhetische Lebensentwurf aus dem absoluten Mentalitätsprogramm!

20. Oktober 2016

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Exkrement Beton - Eine Kleine Scheisse

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Exkrement Beton - Eine Kleine Scheisse
 
Exkrement Beton - Eine Kleine Scheisse

Exkrement Beton - Eine Kleine Scheisse

Exkrement Beton - Eine Kleine Scheisse

Format: CD, Album
Katalognummer: AOS-001a
EAN: 0634154599815
Genre: Punk
Veröffentlicht: 04.10.2014
Stückzahl: 1000


Tracklist:

01.  Geboren Um Party Zu Machen
02.  Wir Sind Exkrement Beton
03.  Hautkrebs
04.  Genmanipulierter Klonhodensack
05.  Exkrement Beton Song
06.  A.I.D.S.
07.  Oma Bashing
08.  Häuserkampf Pt.2
09.  Flaschengeist
10.  Ich Lache
11.  Eine Kleine Scheisse
12.  Bundesrepublik
13.  Ich Liebte Sie
14.  Trinkerlied
15.  Bonus


Der neuste Streich der 4 Jungs aus der Havelstadt Brandenburg.
Diese Scheibe ist politisch inkorrekt wie Sau, es wird mit Fäkalien nur so um sich geschmissen und es rumpelt, dass es eine wahre Freude ist!


Vorhören in minderer Qualität

Geboren Um Party Zu Machen
Wir Sind Exkrement Beton
Hautkrebs
Genmanipulierter Klonhodensack
Exkrement Beton Song
A.I.D.S.
Oma Bashing
Häuserkampf Pt.2
Flaschengeist
Ich Lache
Eine Kleine Scheisse
Bundesrepublik
Ich Liebte Sie
Trinkerlied

 

 


 


 

 

Review

 
Ugly Punk

Nun komme ich also auch mal in den Genuss, mir was von dieser Band mit dem lustigen Bandnamen anzuhören. Man hat ja schon so einiges gelesen, aber bisher hat es kein Lied an meine Ohren geschafft. Mit dem zweiten Album, das in nur 4 Tagen aufgenommen und abgemischt wurde, hat sich das nun geändert.

Fünfzehn Songs befinden sich auf der Scheibe, die sowohl als CD, als LP und auch als Tape erhältlich ist. Allerdings sind auch viereinhalb Coverversionen sowie das Einspieler-Intro mit eingerechnet. EXKREMENT BETON spielen einfachen Deutschpunk mit der ein oder anderen Melodie einschließlich Mitgröl-Part. Alles recht simpel strukturiert, aber eingängig. Allerdings könnte der Gesang manchmal etwas engagierter sein. Soweit so gut. Die Texte sind leider des Öfteren sehr pubertär ausgefallen. Bei Songtiteln wie "Genmanipulierter Klonhodensack" oder Textzeilen wie "Letzte Woche hab ich auf der Straße eine fette Frau gefistet..." weiß man manchmal nicht, ob man lachen oder weinen soll. Man schafft es fast mühelos, andere einschlägige "Spaß-Kapellen" zu unterbieten. Natürlich kommen dabei auch infantile Trinklieder nicht zu kurz. Aber es geht auch anderes, wie zum Beispiel im Song "Ich lache", der mir sehr gut gefällt. Das sind dann aber auch Ausnahmen. Kommen wir zu den geklauten Songs: Die beiden Coverversionen von FEHLGEBURT kann man als sehr gelungen bezeichnen, während die beiden SCHLEIMKEIM-Cover doch etwas arg bemüht sind.

Der Album-Titel bringt's dann auch ganz gut auf den Punkt. Viel Fäkalhumor, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist, Sauf-Lieder und solide Deutschpunk-Songs. Trotz der peinlichen Texte aber irgendwie sympathisch. Niveau sucht man hier jedenfalls vergeblich.

 

27. November 2014 By Mirko

 
Wahrschauer

Aua aua - eine Band mit diesem Namen und CD-Titel.. dabei kann es sich nur um debil-deutschen Ostpunk mit ausgeprägter Pippi-Kacka-Pimmel-Mumu-Titten-Manie handeln. Jawohl, die Band stammt tatsächlich aus Brandenburg, singt (auf deutsch) über genmanipulierte Klonhodensäcke, A.I.D.S., Hautkrebs und diverse anderen Leckereien und schrabbelt dazu in bester DeutschPunk-Manier der 90er Jahre. Das ist zwar nicht ernst zu nehmen (was die Band selbst übrigens auch nicht tut!), hat aber einen gewissen Unterhaltungswert, und das Klassenziel, nämlich das künstlerische Niveau der mächtigen KASSIERER zu unterbieten, ist ziemlich eindeutig gelungen. Im Abschlusszeugnis sollte die Combo als "die Streber der niedrigen Instinkte" bezeichnet werden.

Oktober 2014 By SMARTIE!

 
Moloko Plus

Exkrement-Beton? Vor einiger Zeit wurde ein Output von "Operation Semtex", deren Bandname nach eigener Auskunft der Kunst des passantennahen Sprengens von Hundehaufen mittels China-Böllern entstammt, hier bei Moloko äußerst wohlwollend besprochen.

"Vorstadt Anekdoten" entpuppte sich als erstaunlich gutes Album einer überraschend guten Band. Auf einen solchen Überraschungseffekt hoffte ich auch bis zuletzt bei Exkrement-Beton, aber "scheissweit" gefehlt.

Texte im Umfeld von Sexual-, Alkohol- und Fäkalhumor, wobei Exkrement-Beton primär letzteres bedienen, haben durchaus eine heere Tradition ("Suhl, suhl, suhl, hier kommt der Stuhl") und können funktionieren, wenn sie einem in gemäßigter Form mit Wortwitz, Selbst-Ironie und gekonnter musikalischer Untermalung a la Lokalmatadore dargeboten werden.

Die Combo aus Brandenburg, die von sich selbst behauptet "niedere Instinkte" zu bedienen plant jedoch das Genre des Fäkal-Punk mit einfachen Mitteln von hinten(!) aufzurollen. Instinkt? Seit wann ist Fäkal-Fetischismus ein Instinkt? Nennen wir es "Peversion", von Menschen die ihre erste Wärme durch eine frischgeschissenen Kackebatzen erfahren haben.

Die 15 Kot-Häppchen die mir hier serviert werden, mögen mir, einem Menschen, der auch früher in der Videothek noch nie in den "Tatort Toilette"-Bereich abgebogen ist, somit nicht so recht schmecken. Das ist mir alles zu schlicht, textlich wie musikalisch.

Lediglich als "ausmisten" auf "fisten" gereimt wurde, wollte mir ein kurzes, gequältes Schmunzeln über das Gesicht huschen. Und ein Titel über Hautkrebs? Gute Idee. Hätte eine zynische Abrechnung mit Schönheiten werden können, die sich jahrelang auf Malle und unter der Höhensonne haben durchbrutzeln lassen und jetzt nur noch hin und wieder einen Schuss Lederpflege benötigen. Das wäre geiler Punk gewesen! Wenn sie es irgendwie besser gebracht hätten...

Das traurige Schicksal der "kleinen Scheisse" die unbeachtet am Wegesrand liegt und von niemanden angefasst werden will, löst ebenso nicht gerade Krokodils-Tränen aus. Vielleicht wäre es für sie die letzte erlösende Weihe gewesen im richtigen Augenblick "gesemtext" zu werden.

Auf der Haben-Seite bleiben ein kurzes Schmunzeln, eine brauchbare Songidee und mit "Ich lache" eine einzige halbwegs brauchbare Nummer. Zuwenig für 3 Punkte.

02.11.2014 By Bonzo

 
bierschinken.net

Yeah! Endlich wieder intelligenter, deutschsprachiger Punkrock der Marke Turbostaat, Dackelblut oder auch Pascow!

Die Musik frickelt ordentlich und die Texte werden kryptisch und nicht immer verständlich, gelegentlich sehr emotional herausgewürgt.

Nun, sehr verehrter Bierschinkenleser, wenden sie die ersten beiden Absätze dieser Rezi in das Gegenteil um und belassen sie nur das Wort "Punk" unverändert.

Diese Scheibe ist politisch inkorrekt wie Sau, es wird mit Fäkalien nur so um sich geschmissen und es rumpelt, dass es eine wahre Freude ist!

Kostproben:

"Hautkrebs! Jetzt habt ihr alle Hautkrebs!" (Track 3)
"Mit einer Krankheit die du niemals mehr vergisst und die dir Löcher in den Hodensack reinfrisst!" (Track 4)
"Letzte Woche hab ich auf der Straße eine fette Frau gefistet!" (Track 5)

Noch nicht genug!? Dann höre dir, sehr verehrter Bierschinkenleser, noch den absoluten Überhit "Eine kleine Scheiße" oder besser noch das ganze Album an.
Ganz klare Empfehlung für alle Freunde des Untergürtelliniehumors und der politischen Inkorrektheit!
Ach ja, Covers gibt's auch noch: Zwei von "Schleim-Keim" und zwei von "Fehlgeburt".

Was für ein Opus!

September 2014 By Kabl

 
Underdog Fanzine

Abgründe der Triebe und Liebe. EXKREMENT BETON sind derbe, roh skizzieren abstruse Alltagsnormalitäten, die jeder Spießersau einen Herzinfarkt beschert, Omas den Regenschirm zu non-verbalen Drohgebärden in die Luft fuchteln lassen und an die Urinstinkte appelliert: Saufen, Lästern, Beleidigen, Provozieren. Provokation eines Selbstverständnisses, das in der Lebensweltorientierung überzeugt davon ist, die naturalistische Perspektive auf sich selbst zu beziehen. Mit dem Ergebnis, dass Bier wertvoller ist als Deutschland, das die Ebene des Verstandes nicht immer die gesellschaftlichen Normen erlangt. EXKREMENT BETON haben keinerlei Interesse für sittliches Handeln, formulieren eher den kategorischen Imperativ: Nutze alle deine Chancen, zeige Eier und sei unschlagbar. Mit KASSIERER-Humor, SCHLEIM-KEIM- und FEHLGEBURT-Cover vervollständigt EXKREMENT BETON die theoretische Philosophie, wie Punk Eier zeigen kann, ohne Maßstäbe für Gut und Böse zu setzen. Jenseits davon erklingen 3 Akkorde im Schweiße ihres Angesichts. Ein Geschenk oder eine Zumutung? Niedriger Instinkt oder hohe Kreativität? Nun, im Wirkungskreis der eigenen Fähigkeiten, vermittelt die Combo, wie Routine ohne jedwede Horizonterweiterung glücklich machen kann. Dilettanten olé!

30. September 2014

 
Skrutt Magazine

A group that sings in German and it seems as if they are a bit of fun punk a'la Toy Dolls but not quite the same melodies, etc. But they sings in German and only that is a plus as you know, when it comes to the reviews on this website. The 15 songs are all fast-paced and like I said they seem to have fucking fun while doing music but I was hoping for a little more seriously than that. Although I think it's nice that bands are having fun and the audience likes for sure they do a gig with Exkrement Beton, but it may not be quite what I thought it would be but happy punk rock is it anyway and with songs that are easy to sing along to. Though one can not German.

Oktober 2014

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